17 Kommentare

    • Name

      “Totschlagargument” ist überhaupt das beste Totschlagargument, das es gibt. Man könnte sich natürlich auch damit auseinandersetzen, dass in dem Artikel sehr genau ausgeführt wird, welche Äußerungen warum für problematisch gehalten werden, dass mit Links und Zitaten gearbeitet wird. Aber reine Selbstimmunisierung reicht bei manchen halt auch aus.

    • Ich glaube ihr seid es ,die hier eine Phantomdebatte führt.Natürlich ist das “Chlorhünchen nur eine Ablenkung vom Hauptproblem.Das Hauptproblem von TTIP ist der Generalangriff auf Arbeitnehmerrechte,auf Umweltstandards,Schutzrechte,etc. und das es eine Selbstentmündigung der Parlamente zugunsten multinationaler Konzerne bedeutet.
      http://arbeitsunrecht.de/ttip-interview-elmar-wigand/
      http://arbeitsunrecht.de/ttip-jobwunder_beispiel-nafta/
      Das ist der Grund ,warum TTIP abgelehnt gehört,und das hat nichts mit Antiamerikanismus zu tun.Ich habe den Eindruck,das auch das für euch nur aufhänger ist,die Antiamerikanismuskeule gegen die pösen Linken zu schwingen.Das wird allerdings dem Thema nicht gerecht.

      • Mothra

        Deine Eindrücke in aller Ehre…. aber wieso zur Hölle, wenn am TTIP zu recht so viele andere Punkte kritisierbar sind, wieso wurde dann nachweislich sich so sehr am Chlorhuhn aufgehangen?

        Das war praktisch bis vor kurzen die Galionsfigur, oder wie du selber sagst die “sinnliche” “Metapher”. Metapher deswegen ebenfalls in Anführungszeichen weil sie eben nicht einmal wirklich eine ist für die Gefahren des TTIP ist.
        Da kommt jetzt auch meine Frage an dich:
        Halten die Kritiker die allgemeine Bevölkerung mittlerweile so dumm und abgestumpft, das es einfachste Schlagwörter, das es Angst braucht? Das man mit Arbeitnehmerrechte nicht mehr kommen braucht weil es keine Sau interessiert? Wenn Ja, wieso wird nicht versucht zu sensibilisieren, versucht das Thema wieder in die Mitte der Gesellschaft zu bringen, kurz gesagt versucht wird echte soziale Themen zu bearbeiten?
        Mir kommt es so vor als würde man einfach auf “neu”rechtskonservativ machen… starke Führer mit markigen Parolen, eine Masse die zuhört und besorgt aufschreit.

        Wenn das so ist, dann ist diese genannte Linke weder pöse(sic.) noch zu allererst Antiamerikanisch oder auch nur Links…. sie ist vor allem Saublöd.

      • Name

        Wer hier was als Aufhänger benutzt, darüber kann man trefflich streiten. Es ist doch eine legitime Frage, warum hier eine politische Bewegung jede Menge “generelle” Argumente für sich in Anspruch nimmt, sich aber den einzigen konkreten Kritikpunkt als “Horror-Maskottchen” raus sucht, der, Verzeihung, kompletter Bullshit ist.

        Und das Campact hier mit “Deutscher verteidigt seine Scholle gegen bösen Ami” Werbung macht (siehe Video) ist ja nun auch dargelegt. Ich frag mich, was für Keulen hier geschwungen werden sollen.

  1. Volker Racho

    Ging es nicht darum, dass durch TTIP Gesetzgebungen in beide Richtungen von Unternehmen untergraben werden können, weil sie sich ihre Rechte die sie bei einem Handelsteilnehmer haben, auch im jeweils anderen einklagen können? Ist das denn jetzt etwa keine Ablenkung davon? Klassisches Eigentor von campact & co klar. Aber wenn ich das nicht will bin ich Menschenfeind? Es geht doch nicht um Antiamerikanismus, das oben genannte Spiel kann man ja in beide Richtungen spielen. Nur sind die meisten immer wieder genannten Dinge (fracking, GMOs etc.) ja nunmal in den USA legal, nicht umgekehrt.

  2. Magnus Hall

    Was ist denn eure Meinug zu TTIP, Publikative-Macher? Seid ihr dafür, weil ihr das Argument mit dem Chlorhühnchen und den impliziten Antiamerikanismus doof findet? Oder seid ihr dafür, verschweigt aber eure Gründe? Oder seid ihr dagegen, wehrt euch aber gegen die falschen Gründe ala Chlorhühnchen und fordert eine Versachlichung der Debatte?

  3. Homer S.

    Das Hauptproblem ist hier wie so oft die Glaubwürdigkeit derjenigen, die der Bevölkerung das TTIP verkaufen wollen/müssen.

    Wie oft haben Politik (und auch Medien) schon Dinge zugesichert, die dann nicht eintraten oder sich gar ins Gegenteil dessen verkehrten, was ursprünglich versprochen wurde?

    Nichts Anderes passiert hier beim TTIP. Vielleicht bringt es ja tatsächlich Vorteile mit sich. Aber es ist unmöglich, sich unabhängig zu informieren, weil hinter jeder Position irgendwelche Interessen stehen. Ein weiteres Problem ist die Verhandlung des Ganzen im stillen Kämmerlein. Das allein läßt mich vermuten, daß die Interessen, Ängste und Befürchtungen der Bürger kaum eine Rolle spielen.

    Einen echten Vorteil habe ich auch noch nirgends herausgearbeitet gesehen. So lange es da nichts Einschneidendes gibt, braucht es kein solches Abkommen.

    • Captain_Cackwurst

      “Wie oft haben Politik (und auch Medien) schon Dinge zugesichert, die dann nicht eintraten oder sich gar ins Gegenteil dessen verkehrten, was ursprünglich versprochen wurde?”

      Zum Beispiel?

      “Aber es ist unmöglich, sich unabhängig zu informieren, weil hinter jeder Position irgendwelche Interessen stehen.”

      Es wäre schon ziemlich Utopisch, wenn es Positionen ohne Interessen dahinter gäbe. Die von Ihnen angesprochene Problematik lässt sich schlicht nicht ändern, aber jeder kann sie für sich einfach lösen, indem er sich einfach mehrere einander entgegengesetzte Positionen antut.

  4. Simon II

    Der Punkt mit dem platten Antiamerikanismus ist sicher nicht ganz von der Hand zu weisen. Aber das grundsätzliche Problem (auf das sich auch die Kampagnenmacher mehr hätten konzentrieren sollen) ist ein beidseitiges: TTIP ist als Werkzeug wie ein Hammer (und alles sieht wie ein Nagel aus). Besseres Fleisch wird man auf beiden Seiten des Atlantiks in Zukunft dank des Mehr an Wettbewerb genießen können, so das Narrativ.

    Die Aussagen der Kronzeugen-Wissenschaftlerökonomen sind ja auch bekannt, die vorausorakeln, dass die Zunahme an Jobs zu Lasten von KMUs gehen wird, Großunternehmen aber ihren Absatz steigern können werden und damit von der unsichtbaren Hand neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Das will man bei Lebensmitteln als Verbraucher nicht unbedingt, und insofern macht das schon Sinn dass da der Bauernverband mitmacht, auch wenn’s da natürlich vor allem um Eigeninteressen geht.

  5. Diese Sorgen spiegelt eine am 10.04.2014 vorgelegte Studie des US-Umfrageinstituts Pew Research Center in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung wider. [….] Von einer Harmonisierung der unterschiedlichen Standards auf beiden Seiten des Atlantiks hält eine große Mehrheit der deutschen Befragten offenbar wenig: Vor allem beim Umweltschutz bei der Lebensmittelsicherheit sprechen sich 96 bzw. 94 Prozent für die Beibehaltung der bekannten europäischen Regelungen aus – die interviewten Amerikaner sind in diesen Punkten deutlich offener.
    (https://www.muenchen.ihk.de/de/international/Anhaenge/ttip-umfrage-ergebnisse-des-pew-research-center-und-der-bertelsmann-stiftung-14.pdf)
    So viele Antiaerikaner gleich Antisemiten auf beiden Seiten des Atlantik,interessant!

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