Literatur
Allgemein, Hintergrund, Literatur, Vor xx Jahren
Die Bilanz des Zweiten Weltkrieges war entsetzlich: Mehr als 55 Millionen Menschen waren eines gewaltsamen Todes gestorben, darunter etwa 30 Millionen Zivilisten. Die bei weitem größten Verluste hatten Russen und Chinesen erlitten. Dem grausigsten Kriegsziel der Deutschen, der Ausrottung des europäischen Judentums, waren fast sechs Millionen Menschen zum Opfer gefallen, darunter etwa eineinhalb Millionen Kinder. Heute vor 68 Jahren kapitulierte das Deutsche Reich.
Allgemein, Antisemitismus, Kultur, Literatur
Antisemitische Hetze und Nazitexte sind im Internet nur einen Mausklick entfernt. Doch braunes Gedankengut gibt es nicht nur auf dubiosen Download-Seiten sondern auch beim größten Online-Shop Deutschlands: Amazon.
Allgemein, Antisemitismus, Antiziganismus, Ausland, Fernsehen, Genozid, Geschichte, Konservatismus, Kultur, Literatur, Medien, Nationalsozialismus, Polen, Russland, Ukraine
Für ihren Dreiteiler “Unsere Mütter, unsere Väter” (UMUV) ernten Nico Hofmann und das ZDF von (fast) allen Seiten nichts als Lob. So spannend und gut inszeniert war der Zweite Weltkrieg in einer deutschen Fernsehproduktion vielleicht noch nicht zu sehen. Schade, dass der Film inhaltlich vor allem der Beweihräucherung deutscher Befindlichkeiten dient.
Allgemein, Ausland, Berlin, Genozid, Geschichte, Kolonialismus, Kultur, Literatur
Heute vor 128 Jahren endete in Berlin die so genannte Kongo-Konferenz, die auch als Berliner Afrika-Konferenz in die Geschichte einging. Die Konferenz markiert einen wichtigen Moment in der territorialen Aufteilung des afrikanischen Kontinents und der Konsolidierung kolonialer Herrschaft. In der deutschen Öffentlichkeit werden die Berliner Afrika-Konferenz und deren Folgen jedoch kaum erinnert – auch nicht im Deutschen Historischen Museum (DHM).
Allgemein, Kolonialismus, Kultur, Literatur, Medien, Rassismus
Der ARD-Chef-Literaturkritiker Denis Scheck hat in der Debatte um die Sprache in Kinderbüchern eine neue, aktive Dimension eröffnet . Es reicht ihm nicht mehr, bewahrend zu wirken, für den Erhalt einer historischen Sprache einzutreten. Er fordert das Recht ein, selbst rassistisch zu werden – und holt die Blackface-Praxis nun auch ins Fernsehen.
Allgemein, Antisemitismus, Antiziganismus, Kolonialismus, Kommentar, Konservatismus, Kultur, Literatur, Medien, Rassismus, Sexismus
Ishema Kane lebt mit ihrer Mutter in Frankfurt am Main. Ihr Vater ist Senegalese. In einem Brief erklärt die Neunjährige der ZEIT, warum diskriminierende Sprache verletzend ist. Sie ist nicht der Meinung, dass es deutschen Feuilletonisten überlassen bleiben sollte, den akzeptablen Sprachgebrauch in Kinderbüchern zu definieren.
Allgemein, Hintergrund, In eigener Sache, Literatur, Medien, Neonazis, Polizei, Rassismus, Rechtsterrorismus
Im September ist das Buch “Terror von rechts” von Patrick Gensing erschienen. Die Rezensionen fallen unterschiedlich aus, das Deutschlandradio stört sich beispielsweise am “besserwisserischen Ton” des Autors, das apabiz oder Politikwissenschaftler loben das Buch hingegen.
Allgemein, Das Akademische Karussell, Kultur, Literatur
Im Akademischen Karussell werden fortlaufend akademische Entwicklungen und wissenschaftliche Erkenntnisse einer kritischen Prüfung unterzogen. Manchmal wird die Auseinandersetzung Spaß machen, manchmal wird sie – wie eine Fahrt im Karussell – das Gegenteil bewirken. Zum Auftakt schreibt Samuel Salzborn über den aus der Kritik an der Religion entstandenen Aberglauben an die Natur und die Technik – und wie eine politische Neulektüre der Hebräischen Bibel helfen kann, diesen zu relativieren.
Allgemein, Hasskriminalität, Literatur, Neonazis, Rechtsterrorismus
Blut muss fließen – Undercover unter Nazis – Thomas Kuban hat ein geradezu mitreißendes Buch vorgelegt, in dem er seine jahrelange Recherche im Rechtsrock-Milieu ausbreitet. Kuban gewährt nicht nur Einblicke in seine Recherchetechnik, sondern ordnet seine Ergebnisse auch ein und spart nicht mit Kritk an Sicherheitsbehörden und Medien, die das braune Musiknetzwerk lange Jahre offenbar nicht interessierte. Publikative.org veröffentlicht exklusiv eine Leseprobe aus dem Buch.
Allgemein, England, Kultur, Literatur
Eric Hobsbawm, einer der wichtigsten zeitgenössischen Historiker, ist tot. Er verstarb in der Nacht zum 1. Oktober 2012 in London. Für Hobsbawm war Geschichte weit mehr als die Abfolge der Taten großer Männer. Zeitlebens mischte sich der bekennender Marxist ins tagespolitische Geschehen ein. Sein Tod bedeutet den Verlust eines bedeutenden kritischen Intellektuellen.
Allgemein, Kultur, Literatur
Theodor W. Adorno wäre heute 109 Jahre alt geworden. Dies nimmt Publikative zum Anlass, Adorno kurz und unvollständig zu würdigen.
Allgemein, Literatur, Neonazis, Rechtsterrorismus
Der NSU ist ein Echo aus der Vergangenheit, neue potentielle Terroristen könnten aus dem Umfeld der “Autonomen Nationalisten” kommen. Das meinen die Fachjournalisten Staud und Radke in ihrem Buch neue Nazis. Eine überzeugende These?
Allgemein, Literatur
Hermann Göring war einer der größten Naziverbrecher. Interessanterweise hatte er einen Bruder, der den Nationalsozialismus ablehnte: Albert Göring half vielen Verfolgten des NS-Regimes und unterstützte die tschechische Widerstandsbewegung. Der Australier William Hastings Burke erzählt in seinem Buch “Hermanns Bruder. Wer war Albert Göring?“ eine bislang kaum bekannte Lebensgeschichte.
Allgemein, Antisemitismus, Iran, Israel, Literatur
Michael Lüders, der bei TV und Hörfunk als vielgefragter Interviewpartner agiert, präsentiert sich in seinem jüngsten Buch „Iran: Der falsche Krieg. Wie der Westen seine Zukunft verspielt“ als Querdenker. Er stellt Gewissheiten in Frage, liefert unorthodoxe Argumente und etabliert im lockeren Erzählstil „Gegenöffentlichkeit“. „Unbedingt lesenswert“ ruft uns der Deutschlandfunk zu. Ich habe es gelesen und halte es ebenfalls für preisverdächtig – allerdings in der Kategorie „Märchenbuch“.
Allgemein, Iran, Islamismus, Literatur
Manchmal magisch – manchmal ironisch – immer politisch: Amir Hassan Cheheltans „Amerikaner töten in Teheran“. Eine Rezension von Marjan Parvand.







